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Aktuell

In diesem Sommer, Ende August 2024, wird der historische Tröckneturm in St. Gallen durch die Schweizer Künstlerin und ehemalige TaDA-Residenzteilnehmerin Stéphanie Baechler wiederbelebt. Die Installation zielt darauf ab, die ehemalige Funktion des Trocknens von nassen, gefärbten Stoffen (neu) zu interpretieren und diese wieder sichtbar und greifbar zu machen. Die Installation trägt den Titel "Forget Me Not" (Vergissmeinnicht) und bezieht sich sowohl auf die Notwendigkeit, historisches Handwerk zu bewahren, als auch auf das Muster eines Schweizer Taschentuchs, das mit Vergissmeinnicht bestickt ist. Durch zeitgenössische künstlerische Intervention außerhalb und innerhalb dieser historischen Struktur wird die Künstlerin die ehemalige Funktion des Tröckneturms neu beleben und neu präsentieren. Sie lädt die Betrachter zu einem facettenreichen Dialog ein, der sowohl die Textilgeschichte als auch die Erinnerungskultur anspricht

VORTRÄGE UND DISKUSSIONEN Samstag, 31. August
Poesie des Trocknens - Künstlerische Prozesse am Tröckneturm St.Gallen
10.00 - 17.30 Uhr
In diesem Rahmen gibt Martin Leuthold eine historische Einführung. Zusätzlich findet ein Dialog mit Barbara Zoé Kiolbassa (Assistenzkuratorin der Kunst Halle Sankt Gallen) und Ladina Bischof statt. Im Gespräch mit ihnen erzählt Stephanie Baechler über den Kern ihrer Recherchen und erläutert den künstlerischen Prozess des Projekts. Der Architekt Roger Boltshauser gibt einen Einblick in Stampflehmkonstruktionen und diskutiert mit Stéphanie Baechler den Aspekt der Keramik in ihrem Schaffen. Mit TaDA - Textile and Design Alliance (Kulturförderprogramm) tauschen sich Fachleute aus der heutigen Textilindustrie aus. Die Spuren des Tages werden mit einer gemeinsamen Stickereierfahrung festgehalten

INSTALLATION

Daten der Installation: An drei Wochenenden, jeweils
von 11.00 Uhr bis 22.00 Uhr; Do, Fr, Sa & So
23. - 25. August 2024
29. August - 1. September 2024
5 - 8. September 2024

Die Installation ist wetterabhängig.
Sie wird bei schlechtem Wetter nicht durchgeführt.

Mehr Infos: www.stephaniebaechler.com

Eine Zusammenarbeit mit der TDS Textildruckerei Arbon, Saurer Museum und den TaDA Residents 2023 Axelle Stiefel und Pascal Heimann u.a.

 

Bei zwei Roundtables werden Experten aus verschiedenen Disziplinen mit den TaDA-Residenzteilnehmern über verschiedene Themen im Zusammenhang mit Textilien und Gesundheit diskutieren.

TaDA Residents:
– Elizabeth Hong, Künstlerin, USA/Frankreich
– marc norbert hörler, Künstler, Schweiz
– Anshu Sing, Künstlerin, Indien

Mit: Lilia Glanzmann, Direktorin Museum Zeughaus Teufen und Leiterin des Studiengangs Textildesign an der Hochschule Luzern

Moderation: Marianne Burki, Leiterin TaDA

Kommunikation und Koordination: Martina Lughi, TaDA Assistentin

Die Diskussion findet auf Englisch statt.

Vergangenheit

Die «TaDA Spinnerei» findet ab 2024 zweimal jährlich statt. Im Rahmen der halbtägigen Veranstaltung werden einerseits die Resultate der TaDA-Residency präsentiert, andererseits Themen gesetzt, welche einen spezifischen Aspekt der textilen Produktion beleuchten. In der nächsten Spinnerei stehen Bezüge zwischen Textilien, Akustik, Architektur und Nachhaltigkeit im Fokus. Der Fokus liegt hier auf der Sicht der Produzenten und wie sie ihre Produkte in die Zukunft bringen. Weitere Expert*innen aus unterschiedlichen Disziplinen präsentieren ihre Ideen und Forschungen und diskutieren gemeinsam mit dem Publikum über aktuelle und zukünftige Wirkungsfelder von Textilien im Bereich Akustik.

Sprachen: Deutsch, Englisch

14.00 Begrüssung
Ursula Steinhauser, Leiterin Amt für Kultur, Appenzell Ausserrhoden / Trägerschaft TaDA
Giovanni Carmine, Direktor Kunst Halle Sankt Gallen

14.15 Einführung
Marianne Burki, Leiterin TaDA

14.20 TaDA Residency, Frühling 2024:
Einblicke in die ersten Resultate

– Giulio Massimo Gallana, Textildesigner (Schweiz)
– Elisabeth Leerssen, Textildesignerin (Niederlande/Frankreich)
– Bi Rongrong, Künstlerin (China)
Mit Martin Leuthold, Textilgestalter / Präsident Kuratorium TaDA
Moderation: Susanna Koeberle

15.30 Pause

Akustik, Architektur, Textilien
16.00 Einführung

Marianne Burki
Susanna Koeberle

16.05 Impulse
Textile Fakten, Schall, Emotionen
– Oskar Fiedler, Fuchs Raumingenieure, Wallersdorf (D)
– Domenica Tischhauser, Tisca Tischhhauser AG, Bühler
– Barbara Smith, Lobra AG, Thal
– Christof Jenni, Haag-Plast AG, Heiden
– Martin Schlegel, Textildruckerei TDS Arbon
– Martin Leuthold, Textilgestalter

17.15 Pause

17.30 Workshop
Raumakustik, Gesundheit, Textilien

In drei Gruppen diskutieren Referierende und das Publikum.

18.00 Resultate aus den Workshops
Moderation: Marianne Burki und Susanna Koeberle

18.30 Performance
Patrick Kessler

18.50 Schlusswort

19.00 Apéro Riche


Biographien von TaDA Residents

Giulio Massimo Gallana (1999) ist ein Textildesigner und Künstler aus Bern. In seiner Arbeit erforscht er verschiedene Strategien der Remanufaktur und wie der Stoff alter Kleidung in skalierbarer Weise verfeinert werden kann. Dabei sucht er nach Strategien, um neue Ansätze zur Textilveredelung zu ergründen. Giulio Massimo Gallana absolvierte die TAF (Talentförderung Gestaltung und Kunst) und studierte im Anschluss Textildesign an der HSLU (Hochschuel Luzern- Design Film Kunst). Im Winter 2023-24 absolvierte er ein Praktikum als Textildesigner bei Jakob Schlaepfer und gibt Inputs zur CLO 3D-Modelliersoftware an der HSLU Design Film Kunst. Sein Abschlussprojekt im Feld Recycling wurde für den "Swiss Design Bachelor Awards 2023" nominiert und von Dezeen.com als eines der "interessantesten Designprojekte,von Studierenden aus dem Bereich Mode 22/23" ausgezeichnet.

Elisabeth Leerssen (1988) ist eine niederländische Textildesignerin und Gründerin von Pâle Studio mit Sitz in Paris. Seit 2018 widmet sich das Pâle Studio dem Design und der Entwicklung von Textilien für Innenräume, wobei der Schwerpunkt auf Hochleistungstextilien und Nachhaltigkeit liegt. Parallel dazu arbeitet das Studio an Forschungsprojekten, die traditionelle Textilprozesse mit zeitgenössischen ökologischen Anliegen verbinden. Das Ziel ist es, die Rolle der Designer*innen inmitten des ökologischen Wandels zu hinterfragen. Dabei liegt der Schwerpunkt darauf, , lokale Lösungen zu finden und gleichzeitig verschiedene nachhaltige Ansätze kritisch zu reflektieren. Nach Abschluss ihres Studiums an der Gerrit Rietveld Academie (Amsterdam, 2012) hat Elisabeth Leerssen ihre Karriere als Textildesignerin, mit dem Entwerfen und Entwickeln von Textilien für Mode und Interieur begonnen. Vor der Gründung von Pale Studio hatte Elisabeth Leerssen wichtige Funktionen in der Produktentwicklung bei Kvadrat (DK), Marine Serre (FR) und Études Studio (FR) inne. Sie hat ihr Engagement in diesem Bereich durch die Teilnahme an mehreren Ausstellungen unter Beweis gestellt. Unteranderem bei ' La nouvelle garde du design soutenable'; 'AMOUR VIVANT' in Paris; und 'ABSTRACTION(S)–Textile et design', bei ARCADE Design à la Campagne in Sainte-Colombe-en-Auxois gezeigt.

Bi Rongrong (1982) ist eine in Shanghai ansässige Künstlerin. Sie sammelt und extrahiert Muster aus Landschaften, Architektur, Strassenplakaten oder Oberflächen von Alltagsgegenständen. Der Prozess der Konstruktion dieser unterschiedlichen Muster kann als eine Art "Weben" gelesen werden.. Durch Zeichnen, Malen, traditionelles Handweben, Maschinenstricken/Weben, Animation und räumliche Installationen sucht sie nach neuen Methoden, um mit diversen Materialien neue und organische Verbindungen zu kreieren. . Sie erwarb ihren Master in chinesischer traditioneller Landschaftsmalerei an der Sichuan University im Jahr 2008, gefolgt von einem Master of Fine Arts in Malerei am Frank Mohr Institute in den Niederlanden. Ihre Werke wurden in internationalen Kunstinstitutionen und im Zuge öffentlicher Kunstprojekten ausgestellt. 2022 war Bi Rongrong die Gewinnerin der Spirit of Ecstasy Challenge in Muse, dem Rolls-Royce Arts Programme.

Biographien der Teilnehmer*innen

Die Kunst- und Architekturhistorikerin Marianne Burki war bis Ende 2019 als Leiterin Visuelle Künste bei der Schweizer Kulturstiftung Pro Helvetia tätig. Sie zeichnete verantwortlich für die Förderpolitik von Pro Helvetia im Bereich der visuellen Kunst in der Schweiz und für den internationalen Austausch sowie für den Schweizer Pavillon an der Biennale in Venedig. Zuvor war Marianne Burki Leiterin des Kunsthauses Langenthal. In der Paul-Klee-Stiftung hatte sie die Projektleitung des «Catalogue Raisonné Paul Klee» inne. Sie ist auch Autorin des Filmes «Mariann Grunder, Bildhauerin» und von 2018 - 2023 Präsidentin des VKKS (Vereinigung Schweizer Kunsthistorikerinnen und Kunsthistoriker). Seit 2021 ist sie gemeinsam mit dem Kurator Li Zhenhua Artistic Director von Sequerciani Arte Clima, einem Projekt in der Toscana welches Kunst, Wissenschaft und Landwirtschaft zusammenbringt.

Oskar Fiedler ist leidenschaftlicher Musiker und Akustiker. Aus diesem Grund studierte er 2019 Media and Acoustical Engineering an der Hochschule Mittweida (DE). Seit 2022 gehört er zum Team der Fuchs – Raumingenieure und führt raumakustische Messungen und Planungen durch. Dabei liegt sein Schwerpunkt vor allem auf der Simulation und Auralisation. Bei seiner Projektarbeit rund um die Raumakustik stehen eine praxisnahe Wissensvermittlung und Beratung im Vordergrund.

Christof Jenni ist Inhaber und Geschäftsführer der Haag-Plast AG. Nach seiner Ausbildung als Zimmermann hat er eine Zweitausbildung als Carrosseriesattler erfolgreich absolviert. 2013 ist er in sein Familienunternehmen Haag-Plast AG eingestiegen und besitzt seit 2016 die Meisterprüfung Leder und Textil, mit Fachrichtung Fahrzeuge und Technik. Die Haag-Plast AG ist in den letzten Jahren unter seiner Leitung stetig gewachsen und hat sich speziell für Polster-Komponenten im Öffentlichen Verkehr für Anbieter wie Stadler Rail, SBB, Appenzeller Bahnen und Hess stark positioniert. Weiter konnte das Unternehmen zahlreiche grosse Projekte im Bereich Stoffzuschnitt und Fertigung von Polster- und Akustiklösungen für grössere Hotels, Schulen, öffentliche Gebäude und Büros für Kunden in der ganzen Schweiz erfolgreich umgesetzt werden.

Patrick Kessler lebt in Gais, AR. Mit seinem Kontrabass arbeitet er an der Schnittstelle von performativer Kunst und Improvisation, zwischen Installation und Komposition – oft erweitert er sein künstlerisches Vokabular durch elektronische Elemente, experimentelle analoge Klangcollagen und visuelle Mittel.

Susanna Koeberle ist freie Journalistin, Autorin und Kuratorin mit Fokus auf Design, Architektur und Kunst sowie auf ihre vielfältigen Schnittstellen, Nomadin mit Basis in Zürich, mehrsprachig, lic. phil. I. Ihr Interesse gilt der Vielfalt kultureller Ausdrucksformen. Dabei betrachtet sie ästhetische oder wissenschaftliche Aspekte genau so wie Alltagsphänomene als gleichwertigen fruchtbaren Boden für Kultur. Mit ihrer Arbeit möchte sie unterschiedliche Disziplinen und Kulturen in Beziehung zueinander setzen. Dabei versucht sie auch die Rolle der kleinen Dinge für das grosse Ganze zu verstehen.

Nach seiner Ausbildung zum Stickereidesigner trat Martin Leuthold 1973 in das Textilunternehmen Jakob Schlaepfer ein. Von 1989 bis 2018 war er dort Creative Director und Mitglied der Geschäftsleitung; mit seinem Team entwarf er jedes Jahr über tausend Stoffe für die Modewelt. Seine exklusiven textilen Kreationen spielten eine entscheidende Rolle bei der Setzung von Modetrends. 2004 konzipierte er zum 100-jährigen Bestehen des Unternehmens Jakob Schlaepfer die Ausstellung «bling bling – Traumstoffe aus St.Gallen» im Landesmuseum Zürich. Für seine Arbeit erhielt er zahlreiche Preise, darunter den Grand Prix Design des Schweizer Bundesamtes für Kultur und den renommierten American Cotton Design Award. Heute arbeitet er in seinem privaten Atelier.

Martin Schlegel arbeitete nach einer kaufmännischen Lehre bei der Bischoff Textil AG für diverse Firmen im Textilbereich im In- und Ausland. Durch einen Zufall gelangte er an die TDS Textildruckerei Arbon GmbH und entschied sich im 2016 den Betrieb vor dem bevorstehenden Aus zu retten. Das Siebdruckhandwerk erlernte er durch den mittlerweile verstorbenen Mitarbeiter G. Wassertheuer.

Domenica Tischhauser ist gelernte Schneiderin und entwarf Brautkleider und Abendmode für Frauen. Nach ihrer Erstausbildung bildete sie sich weiter zur Textilingenieurin und war nach Abschluss tätig bei Jakob Schläpfer AG St.Gallen. Dort nahm sie sich der Verantwortung für den Einkauf von Gewebe und Rohstoffen an und führte während 5 Jahren als Produktmanagerin die Koordination von Verkauf und Produktion bei Boller Textiles. Auch war sie Teil im Team Collection Development von «HUGO Man and Woman» bei Hugo Boss in Coldrerio. Von 2008 – 2017 war Domenica Tischhauser als Geschäftsleitungsmitglied der Mira X Stoffe in Bühler zuständig für die Führung und Weiterentwicklung der Geschäftseinheit Mira X Stoffe und ist seit 2017 verantwortlich für die «Produkte Entwicklung Teppiche und Stoff» der Tisca Tischhauser AG.

In zwei Gesprächsrunden diskutieren Expert*innen aus unterschiedlichen Disziplinen mit den TaDA-Residents über erstaunliche Möglichkeiten, die Grenzen zwischen Alt und Neu zu verwischen: Textil, Kunst, Architektur.

18.00
Restposten als Rohstoff: vom Stoff zur Faser, von alt zu neu

Giulio Gallana, Textildesigner, TaDA Resident, St.Gallen
Elisabeth Leerssen, Textildesignerin, TaDA Residentin, Paris
Tom Pulver, Architekt, Graber und Pulver, Bern und Zürich

18.50
Umgangsformen der Nachhaltigkeit – aufbewahren, erneuern, entsorgen

Mandana Roozpeikar, Direktorin Textilmuseum St.Gallen
Bi Rongrong, Künstlerin, TaDA Resident, Shanghai
Kaspar Schlaeppi, Geschäftsführung Rework AG

Die Gespräche finden in Englisch statt.
Am Ende des Talks steht die Direktorin Mandana Roozpeikar allen Interessierten für eine Führung durch die Ausstellung zur Verfügung.

Konzept und Moderation: Marianne Burki, Leiterin TaDA
Kommunikation: Martina Lughi, Assistenz TaDA
Koordination: Josy Kriemler, Praktikantin TaDA

Biografien

Thomas Pulver
1992 gründete Thomas Pulver mit Marco Graber das Büro Graber Pulver Architekten. Das 80-köpfige Team von Graber Pulver entwickelt und realisiert Architektur- und Städtebauprojekte in der Schweiz und im Ausland. Die Arbeiten werden regelmässig ausgezeichnet, publiziert und ausgestellt. Im Jahr 2001 gewann Thomas Pulver das kantonale Atelierstipendium Bern in New York. Er absolvierte Lehr- und Forschungstätigkeiten als Dozent an der ZHAW Winterthur und der ETH Zürich und war Gastprofessor an der EPF Lausanne und am Politecnico Milano. Der in Bern geborene Thomas Pulver studierte 1982–1989 Architektur an der ETH Zürich, wo er bei Franz Oswald diplomierte. Er arbeitete in verschiedenen Architekturbüros in Los Angeles, Barcelona und Zürich.

Kaspar Schlaeppi
Gemeinsam mit der Designerin Laura Weber leitet Kaspar Schlaeppi die Modemarke "Rework". Das 2019 gegründete Unternehmen hat sich auf das Upcycling-Designkonzept spezialisiert: Ungetragene Secondhand-Textilien werden gesammelt, abgeändert oder vollständig nach eigenen Schnittmustern neu zusammengenäht. Mit dieser unkonventionelle Herangehensweise schafft Rework eine nachhaltige Alternative in der Modewelt, denn es werden keine Rohstoffe, keine Chemikalien und kein Wasser benötigt.

Die «TaDA Spinnerei» findet jährlich statt. Im Rahmen dieser eintägigen Veranstaltung werden einerseits die Resultate der TaDA-Residency präsentiert, andererseits Themen gesetzt, welche einen spezifischen Aspekt der textilen Produktion beleuchten. Dieses Jahr stehen Bezüge zwischen Textilien, Architektur und Nachhaltigkeit im Fokus. Expert*innen aus unterschiedlichen Disziplinen präsentieren ihre Ideen und diskutieren gemeinsam mit dem Publikum aktuelle Wirkungsfelder und neue Ansprüche an Materialien. Das abschliessende Round-Table richtet den Blick in die Zukunft.

Aufgrund der begrenzten Teilnehmerzahl ist eine Anmeldung erforderlich. Registrieren Sie sich hier oder senden Sie uns eine E-Mail an info@tada-residency.ch

Die diesjährige Spinnerei findet an zwei Orten in Appenzell Ausserrhoden statt: Tisca Tischhauser AG, TaDA-Partnerfirma, und Zeughaus Teufen, Museum für zeitgenössische und angewandte Kunst. Beide Orte sind von St.Gallen aus in 20 Minuten mit dem Zug erreichbar.

10:30 – 12:30
Tisca Tischhauser AG
Sonnenbergstrasse 1, Bühler

13:30 – 18:30
Zeughaus Teufen
Zeughausplatz 1, Teufen

PROGRAMM

10.30 Begrüssung
Regierungsrat Alfred Stricker; Ursula Steinhauser, Leiterin Amt für Kultur, Appenzell Ausserrhoden, Trägerschaft TaDA; Domenica Tischhauser, Tisca Tischhauser AG, Partnerfirma TaDA

10.40 Einführung
Marianne Burki, Leiterin TaDA und Meret Ernst, Designspezialistin

10.45 Produktion und Innovation: Führung durch Tisca Tischhauser AG
Hier für den Rundgang bei Tisca anmelden


12.00 Kooperationen und vielfältige Perspektiven
Domenica Tischhauser im Gespräch mit den TaDA Residents Carolina Forss, Mode- und Textildesignerin, Künstlerin, Pascal Heimann, Textildesigner und Axelle Stiefel, Künstlerin

12.20 Transfer zu Zeughaus Teufen, Zeughausplatz 1, Teufen
Zug S21 12:33 Bühler – 12:39 Teufen

12.45 Mittagspause
Hier für das Mittagessen anmelden

13.45 Einblicke in die ersten Resultate aus der TaDA Residency
– Carolina Forss, Mode- und Textildesignerin, Künstlerin
– Pascal Heimann, Textildesigner
– Axelle Stiefel, Künstlerin
Mit Martin Leuthold, Textilgestalter / Präsident TaDA Kuratorium
Moderation: Meret Ernst
Hier für Präsentationen anmelden

14.45 Pause

15.15 Workshop: «Textilien und Architektur: Wirkungsfelder, Techniken, Materialien»
Welche textilen Techniken und Materialien können auch architektonisch genutzt werden und welche Aufgaben übernehmen sie dabei? Welche Rolle kann dabei die lokale landwirtschaftliche Produktion spielen? Wie kann textiles Knowhow die Architektur bereichern?Die geladenen Gäste bringen Thesen und Fragestellungen mit, die sie gemeinsam mit dem Publikum diskutieren.
Mit:
– Annette Douglas, Designerin und Unternehmerin
– Nina Conrad, Mira Durrer, Fibershed DACH
– Lela Scherrer, Modedesignerin

16:00 Resultate im Plenum
Hier für den Workshop anmelden

16:15 Pause

16.30 Intermezzo, Künstlerische Intervention TaDA Residents: Axelle Stiefel, Pascal Heimann

16:45 Input «Weaving architecture and digital technologies» (auf English)
Mit Maria Smigielska, Architektin und Forscherin, Zürich

16:05 Q&A

17:15 Pause

17.30 Round-Table: «Textilien und Architektur: Was bringt die Zukunft?»
Architektur und Textilien sind auf unterschiedlichen Skalen verknüpft – von der Mikroebene biologischer Systeme bis zur Makroebene textiler und gebauter Konstruktionen. Dabei regt das Textile dazu an, neu über Konstruktion und gebaute Struktur zu denken, die flexibel und anpassungsfähig sind und mit der Umgebung interagieren. Bieten Kulturpraktiken wie das Weben oder die Materialforschung aus der Sicht des textilen Denkens nachhaltige Lösungen für die Architektur? Wie können beide Disziplinen einen nachhaltigen Umgang mit Materialien entwickeln? Diese und weitere Fragen werden wir mit unseren Gästen diskutieren. Mit:
– Annette Douglas
– Brigitt Egloff, Hochschule Luzern Design und Kunst, Dozentin, Forscherin Kompetenzzentrum Produkt & Textil
– Markus Lüscher, Park Architekten, Zürich
Hier für Input und Round Table anmelden

18.30 Abschluss und Dank

Apéro Riche

An zwei Roundtables diskutieren Expertinnen und Experten aus verschiedenen Disziplinen über die verschlungenen Wege der Textilkreation.

18:00 Wirtschaftliche und Kulturelle Handelswege
– Fabian Takacs, Post-Doc Researcher & Lecturer
– Andreas Zangger, Historiker
– Axelle Stiefel, Künstlerin, TaDA Resident

18:45 Tradition, Kultur und Austausch
– Luba Nurse, Textilhistorikerin und Konservatorin, Textilmuseum St.Gallen
– Carolina Forss, Mode- und Textildesignerin, TaDA Resident
– Pascal Heimann, Textildesigner, TaDA Resident

Moderation: Marianne Burki, Leiterin TaDA
Koordination: Martina Lughi
Praktikantin: Julie Mader

Die Diskussion findet in Englisch statt, anschliessend gibt es einen Aperitif.

TDS Textildruckerei Arbon, TaDA – Textile and Design Alliance, Saurer Museum und Kunsthalle Arbon laden zu einem gemeinsamen Rundgang ein. Mit Philipp Kuhn, Leiter des Kulturamts des Kantons Thurgau und René Walther, Stadtpräsident von Arbon.

Der Rundgang gibt Einblick in die reiche Kultur- und Industrielandschaft von Arbon: Die Textildruckerei Arbon ist eine der letzten manuellen Siebdruckereien der Schweiz und verbindet aktuelle Kreation mit dem Kulturerbe der Textilindustrie. Martin Schlegel zeigt die Möglichkeiten der 50 Meter langen Druckmaschine aus den 70er Jahren. Das Kulturförderprogramm TaDA – Textile and Design Alliance, bringt Kreative aus allen Disziplinen und unterschiedlichen Kulturen mit der Ostschweizer Textilindustrie zusammen. Atelier und Wohnung des Residency sind auf dem ehemaligen Saurer-Areal angesiedelt. Im Atelier in der ehemaligen Garderobe entstehen zahlreiche Experimente und neue Ideen – die aktuellen Residents geben Einblick. Ganz in der Nähe liegt das Saurer Museum, in dem die Geschichte der traditionsreichen Firma erlebbar wird. Erfahrene Weber und Sticker zeigen den Besucher*innen, wie Stoffe entstehen. Als Plattform für ortsspezifische Installationen präsentiert die Kunsthalle Arbon seit über dreissig Jahren in den ehemaligen Hallen des Metallwarenfabrikanten Schädler zeitgenössische Kunst. In der aktuellen Ausstellung findet Weben im übertragenen Sinne statt, wenn der Schweizer Künstler Eric Hattan (*1955) entsorgte Alltagsmaterialien zu einem vielteiligen, fragilen Ganzen knüpft.

Ein historischer Saurer-Bus bringt die Gäste vom Parkplatz beim Schwimmbad Arbon zur Textildruckerei Arbon und wieder zurück. Das vollständige Programm wird in Kürze verfügbar sein.

Zur Anmeldung hier klicken.

13:30 Treffpunkt auf dem Parkplatz Schwimmbad, Fahrt mit einem historischen Saurer-Bus
13:40 Abfahrt zum Bahnhof Arbon
13:50 Halt am Bahnhof Arbon, Seeseite, Abfahrt zur TDS Textildruckerei
14:00 Ankunft TDS Textildruckerei, Textilstrasse 2, 9320 Arbon

14:00 TDS Textildruckerei Arbon: Einblick in die Praxis

Begrüssung: René Walther, Stadtpräsident Arbon und Philipp Kuhn, Leiter Kulturamt Thurgau
Einführung: Marianne Burki, Leiterin TaDA und Patrizia Keller, Kuratorin Kunsthalle Arbon
Präsentation: Martin Schlegel, Textildruckerei Arbon
Praktische Einblicke in die Zusammenarbeit mit «TaDA – Textile and Design Alliance»

14:40 Abfahrt mit historischem Saurer-Bus zum TaDA Atelier im ZIK-Areal

15:00 TaDA – Textile and Design Alliance: Die TaDA Residents stellen ihre Arbeit vor
Pascal Heimann, Modedesigner (CH)
Axelle Stiefel, Künstlerin (F/CH)
Carolina Forss, Textildesignerin (FIN)
Im Dialog mit Michelle Geser, Kulturamt Thurgau, und Marianne Burki

15:40 Spaziergang zum Saurer Museum

15:45 Saurer Museum: Stick- und Webmaschinen – Einblicke in die Textilgeschichte
Führung durch das Museum

16:15 Spaziergang Kunsthalle Arbon

16:30 Kunsthalle Arbon: Eine ehemalige Industriehalle als Raum für zeitgenössische Kunst
Eric Hattan, Künstler, im Gespräch mit Patrizia Keller, Kuratorin Kunsthalle Arbon
Abschluss mit allen Beteiligten: Marianne Burki, Michelle Geser, Eric Hattan, Patrizia Keller, Philipp Kuhn, Martin Schlegel, Felix Trösch, René Walther

Ab 17:00 Apéro

Informationen

Bei Fragen wenden Sie sich bitte an info@tada-residency.ch T +41 71 228 00 78

TDS Textildruckerei
Textilstrasse 2, Arbon
https://tds-switzerland.ch

TaDA Atelier
Schlossgasse 4, Arbon
www.tada-residency.ch

Saurer Museum
Weitegasse 8, Arbon
https://www.saurermuseum.ch

Kunsthalle Arbon
Grabenstrasse 6, Arbon
https://kunsthallearbon.ch

Mariska de Groot, die am diesjährigen Festival eine Installation zeigt, wurde bei ihren Recherchen und der Umsetzung von TaDA und vom Saurer-Museum Arbon mit Rat und Tat unterstützt.

Ab 16:00 TaDA Sound Performance im Festivalzentrum
Axelle Stiefel (CH): The Operator
Die in Genf lebende, multidisziplinäre Künstlerin arbeitet mit Textilien, Installation, Video, Sound und Performance. Sie ist TaDA Resident 2023.

TaDA Talk
Spitzen und andere Verbindungen
Die Licht- und Klangkünstlerin Mariska de Groot (NL), die TaDA Residents Axelle Stiefel (CH), Selina Reiterer (A) und Oliver Maklott (A) diskutieren mit Marianne Burki (Programmleiterin TaDA), Ernst Kugler und Rudolph Rüegger (Saurer-Museum Arbon) und Patrick Kessler (Künstlerischer Leiter des Festivals) klangliche und textile Kooperationen und Experimente. Moderation: Marianne Burki, Begrüssung: Ursula Steinhauser (Amt für Kultur Appenzell AR).

TaDA Sound Performance
MORS
Sound Performance von Selina Reiterer (Künstlerin und Textildesignerin) und Oliver Maklott (Medienkünstler), TaDA Residents 2020.

Eintritt 10.- CHF
Mehr info: klangmoorschopfe.ch/2023

Seit April 2023 arbeiten drei TaDA Residents in der Ostschweiz mit den Partnerfirmen von TaDA – Textile and Design Alliance. Nun stellen sie Resultate und Prozesse aus dieser Zusammenarbeit vor. 

Im Anschluss folgt ein TaDA Talk.

Begrüssung
Céline Matter, Assistenzkuratorin Kunst Halle Sankt Gallen
Marianne Burki, Leiterin TaDA – Textile and Design Alliance

18.30 Präsentationen der TaDA Residents
– Rafael Kouto, Textildesigner (Schweiz) 
– Adrian Pepe, Künstler (Honduras/Lebanon) 
– Chun Shao, Multimedia-Künstler (China)
Moderation: Lilia Glanzmann, Leiterin Textildesign BA HSLU Hochschule Luzern – Design & Kunst

19.30 Von der Wertschätzung der textilen Produktion
Der Wert von Textilien ändert sich stetig – historisch, kulturell und in der Produktion. Spuren, Vorstellungen, Fakten.

Diskussion mit:
– Jumoke Sanwo, Storyteller/Cultural Producer, Creator/Director, Lagos & Dúna Dúrà
– Wang Weiwei, Kuratorin, CHAT Centre for Heritage Arts & Textile, HOng Kong
– Lilia Glanzmann, Leiterin Textildesign BA HSLU Hochschule Luzern – Design & Kunst
Und dem Publikum

Moderation: Marianne Burki

Sprache: Englisch

Anschliessend Apéro!

Das Förderprogramm TaDA – Textile and Design Alliance ermöglicht Kreativen aus allen Disziplinen die künstlerische Auseinandersetzung mit der traditionsreichen und innovativen Ostschweizer Textil- und Designkultur. In enger Zusammenarbeit mit den 13 Partnern – Textilunternehmen und Forschungsinstitutionen – loten sie besondere Fragestellungen aus und nutzen das Wissen und die Produktionsmöglichkeiten vor Ort.

Mit Martina Lughi, TaDA Assistant
Treffpunkt: in der Ausstellung in der 2. Etage.
Keine Anmeldung erforderlich. Im Museumseintritt inbegriffen.

Das Förderprogramm TaDA – Textile and Design Alliance ermöglicht Kreativen aus allen Disziplinen die künstlerische Auseinandersetzung mit der traditionsreichen und innovativen Ostschweizer Textil- und Designkultur. In enger Zusammenarbeit mit den 13 Partnern – Textilunternehmen und Forschungsinstitutionen – loten sie besondere Fragestellungen aus und nutzen das Wissen und die Produktionsmöglichkeiten vor Ort.
Mit
– Martin Leuthold, Textilgestalter
– Martin Schlegel, TDS Textildruckerei Arbon
– TaDA Residents
– Marianne Burki, Leiterin TaDA – Textile and Design Alliance
Treffpunkt: in der Ausstellung in der 2. Etage.
Keine Anmeldung erforderlich. Im Museumseintritt inbegriffen.
Mehr info.

18.00 Begrüssung und Überlegungen zur TaDA Pilotphase 2020 – 2023
Andreas Schwarz, Stellvertretender Leiter Amt für Kultur St.Gallen, Trägerschaft TaDA


18.05 Verschwindend oder unvollkommen?
Ultimative Wege der Nachhaltigkeit: sollen Produkte für die Ewigkeit konzipiert werden oder sollen sie sich selber auflösen? Wie können Nachhaltigkeit und Unvollkommenheit zusammenhängen?

Mit:
– Rafael Kouto, Mode- und Textidesigner, TaDA Resident
– Mario Pellin, Kurator Gewerbemuseum Winterthur
– Chun Shao, Medienkünstlerin, TaDA Resident


18.45 Gross oder klein?
Wie beeinflussen Umsatz, Prestige und Reichweite von Unternehmungen Massnahmen zur nachhaltigen Produktion?

Mit:
– Adrian Pepe, Fiber Artist, TaDA resident
– Mandana Roozpeikar, Direktorin Textilmuseum St.Gallen
– Lela Scherrer, Modedesignerin


Moderation: Marianne Burki, Leiterin TaDA
Koordination: Martina Lughi
Praktikantin: Paula Knill

Diskussion in Englisch.

Das Förderprogramm TaDA – Textile and Design Alliance ermöglicht Kreativen aus allen Disziplinen die künstlerische Auseinandersetzung mit der traditionsreichen und innovativen Ostschweizer Textil- und Designkultur. In enger Zusammenarbeit mit den 13 Partnern – Textilunternehmen und Forschungsinstitutionen – loten sie besondere Fragestellungen aus und nutzen das Wissen und die Produktionsmöglichkeiten vor Ort.

Mit Martina Lughi, TaDA Assistant
Treffpunkt: in der Ausstellung in der 2. Etage.
Keine Anmeldung erforderlich. Im Museumseintritt inbegriffen.

Die Textilindustrie hat in den vergangenen Jahrzehnten erneut einen starken Wandel erlebt: Rasant wechselnde Modeströmungen, neue Materialentwicklungen und Herstellungsverfahren, produktionstechnische und funktionale Innovationen und die Globalisierung mit der Verlagerung des Textilmarkts in Billiglohnländer sowie Fragen und Labels der Nachhaltigkeit sind nur einige der grossen Herausforderungen. Für Schweizer Textilunternehmen – die sich gerade in der Ostschweiz auf eine äusserst erfolgreiche Tradition berufen können – ist auch heute eine der wichtigsten Aufgaben, sich diesen Veränderungen zu stellen und sich in der weltweiten Konkurrenz zu behaupten. Deshalb sind sowohl in Technik und Technologie als auch im Design neue und kreative Ansätze gefragt.

Das Gewerbemuseum Winterthur gibt mit der Ausstellung «Textilindustrie & Artists in Residence» einen Einblick in das Programm von TaDA – Textile and Design Alliance. Internationale Designer:innen und Künstler:innen unterschiedlicher Disziplinen haben in Zusammenarbeit mit Ostschweizer Textilfirmen innovative Projekte, Experimente und Forschungsansätze entwickelt und zeigen damit zukunftsweisend auf, welches Potenzial in einer engen Kooperation zwischen Gestaltung, Kultur, Technologie und Wirtschaft liegt.

Mehr info: gewerbemuseum.ch

Die diesjährige Spinnerei geht Fragen der nachhaltigen Produktion in der Textilindustrie nach. ExpertInnen aus unterschiedlichen Disziplinen stellen ihre Projekte und Visionen zum Thema zur Diskussion.

Zudem präsentieren die aktuellen TaDA Residents die ersten Resultate ihrer dreimonatigen Zusammenarbeit mit den Partnerfirmen. Künstlerische Interventionen begleiten die TaDA Spinnerei, die in Zusammenarbeit mit der TaDA Partnerorganisation Empa durchgeführt wird.

Der Anlass beginnt mit einer Führung durch die Empa. Der Fokus liegt dabei auf denjenigen Laboren, die von TaDA residents besonders intensiv genutzt wurden. Im Anschluss geben die KünstlerInnen und DesignerInnen Einblick in ihre Projekte und Prozesse, die in Zusammenarbeit mit den Partnerfirmen entstanden sind. Zwei Workshops loten wichtige Fragen zur Nachhaltigkeit in der Produktion im Gespräch mit dem Publikum aus.

TaDA Textile and Design Alliance ist ein Pilotprogramm der Kulturförderung der Kantone Appenzell Ausserrhoden, St.Gallen und Thurgau. Es beruht auf der Begegnung und Zusammenarbeit von Kultur und Textilwirtschaft. Das Programm lädt über eine internationale Ausschreibung Kulturschaffende aller Sparten zu einem dreimonatigen Arbeitsaufenthalt ein und bringt sie mit den Ostschweizer Textilfirmen zusammen. Ziel ist, beiden Bereichen durch Austausch und Kreativität neue Möglichkeiten und Zugänge zu Kreativität und Produktion zu erschliessen.

Programm herunterladen.

Wie geht langfristiges Arbeiten im Bereich Textil und Mode? Und wie verbindet sich Nachhaltigkeit mit gesellschaftlichen Fragen?

Diese Fragen werden diskutiert von:

18:00 – 18:40
Sabine Portenier, Modedesignerin, Schweiz
Otto Rummukainen, Künstler, Designer, Finnland (TaDA Resident)
Nelli Singer, Textildesignerin, Deutschland (TaDA Residentin)
(Diskussion in deutsch)

18:40 – 19:25
Susanne Rudolf, Fashion Revolution Schweiz
Ana Micaela Fernández Martín, Künstlerin, Spanien, (TaDA Residency)
Victoria Manganiello, Künstlerin, Designerin, Pädagogin und Organisatorin, USA (TaDA Residency)
(Diskussion in English)

19:25 – 19:35
Schlussbetrachtungen mit Mandana Roozpeikar, Direktorin Textilmuseum St.Gallen
(english)

Moderation: Marianne Burki, Leiterin TaDA
Koordination: Martina Lughi, Assistentin TaDA unter Mitarbeit von Marius Quilibier, Praktikant TaDA

Das Gespräch findet auf Englisch und Deutsch statt

Biografien

Sabine Portenier führt die Firma Suburban Collective, welche im Bereich Fashion Design, Interior Design, Consulting und Innenarchitektur tätig ist. Daneben leitet Sabine das Nähwerk IDM, eine textile Fachschule und Produktion. Prägend für ihr heutiges Schaffen waren ihre früheren Positionen bei HUGO in Deutschland und Didier & Angelo in Paris. Auch ist sie an verschiedenen Hochschulen als Gastdozentin tätig. Sabine vereint traditionelles Handwerk mit wirtschaftlich und ökologisch verantwortungsvoller Produktentwicklung und lokaler Produktion. Dies hat ihr in der Szene viel Anerkennung verschafft. Sie gewann unter anderem zweimal den Eidgenössischen Preis für Design, den grossen Kulturpreis der Stadt Thun und wurde mit dem Goldenen Hasen des Architekturmagazins Hochparterre ausgezeichnet.

Susanne Rudolf ist die Schweizer Country-Koordinatorin von Fashion Revolution, der weltweit grössten Bewegung für faire und ökologische Mode. Die studierte Ethnologin verfügt aufgrund ihrer Arbeit bei diversen Unternehmen und Nonprofit-Organisationen über ausgewiesene Kenntnisse in den Bereichen Marketing, Fundraising und Campaigning. Sie nutzt nun diese Erfahrungen, um die Anliegen von Fashion Revolution in der Schweiz zu etablieren und voranzutreiben.


TaDA residents:

Ana Micaela Fernandez Martin ist eine multidisziplinäre Künstlerin aus Santander, Spanien. Sie hat sich auf die Verbindung von Zeichnungen und Textilien spezialisiert und ist auf der ständigen Suche nach neuen grafischen Ausdrucksformen, die Illustration und Weberei miteinander verbinden; Letztere betrachtet sie als Medium, um Geschichten zu erzählen. Durch Malen und Zeichnen, Siebdruck, Prägung, Gravur und andere vorbereitende und veredelnde Verfahren erweckt sie die Textilien in ihrem künstlerischen Schaffen zum Leben. 2021 hat Micaela Fernández Martí an der Universität von Vigo und an der ESDEMGA (Galizien) einen Abschluss in Bildender Kunst und Modedesign mit Auszeichnung erworben und unterrichtet derzeit in der Factoria Cultural (Aviles, Asturien) zu Interventionsmethoden auf Naturtextilien.

Victoria Manganiello ist eine amerikanische Künstlerin, Designerin, Pädagogin und Organisatorin, die hauptsächlich mit Textilien arbeitet. In ihren jüngsten Projekten beschäftigt sie sich mit Themen wie Frauenarbeit, Technologie und Lebensmitteln. Manganiello studierte Kunstgeschichte am Skidmore College und schloss 2015 mit einem Master in Art Education & Community Practice an der New York University ab. Nach Residencies am Icelandic Textile Center in 2021 oder am Australian Tapestry Workshop 2022 in Melbourne freut sich TaDA Manganiello in der Ostschweiz begrüssen zu dürfen. Ihre Arbeiten wurden bereits in zahlreichen Einzel- und Gruppenausstellungen in Europa, Taiwan und den USA gezeigt; Unter anderem im Tang Museum (2022), im Museum of Art and Design (2019), Bozar (2020) und an der Ars Electronica (2020). Weitere Aufträge erhielt Manganiello beispielsweise von Wave Farm, der S&R Foundation, dem Center for Craft, dem Wallstreet Journal, Harvest Works und der Air Gallery. Seit 2017 ist sie Professorin an der New York University und an der Parsons School of Design.

Otto Rummukainen ist ein multidisziplinärer Künstler, der zwischen den Bereichen Kunst und Design arbeitet. Er hat einen Master im Studiengang Mode, Bekleidung und Textil der Aalto-Universität abgeschlossen. Neben dem Textildesign beschäftigte sich Rummukainen während seines Studiums auch mit Keramik- und Glaskunst. Anstatt den Betrachter*innen eine eindeutige Sichtweise vorzulegen, regt Rummukainen diese vielmehr dazu an, ihre eigene Perspektive auf die Werke zu finden. In der Form orientiert sich Rummukainens naiver Stil an Kinderzeichnungen. Inhaltlich setzt sich der Künstler aber mit verschiedenen, tiefgründigen und dunklen Themen auseinander. So interessiert sich Rummukainen besonders für die Höhen und Tiefen des Lebens. Durch diese Ereignisse schafft Künstler eine fiktive Welt, in der man für einen Moment dem Alltag entfliehen kann.

Nelli Singer ist Textildesignerin mit einem Schwerpunkt auf aktiver Materialforschung. Ihr Interesse gilt innovativen Materialstrukturen und dem experimentellen Prozess ihrer Gestaltung. Ihre kreative Arbeit zeichnet sich durch einen interdisziplinären Ansatz aus, der Design, Kunst, Architektur, Naturwissenschaften und Technik einbezieht. Nelli Singer absolvierte einen Master of Arts in Textil- und Flächendesign an der Kunsthochschule Weißensee in Berlin. Seit September 2020 ist sie Teil des Exzellenzclusters "Matters of Activity". Ausstellungen ihrer Arbeiten, "gestrickte aktive Holzstrukturen", wurden im Humboldt Forum unter dem Titel "Active Curtain" und im Tieranatomischen Theater unter dem Titel "Stretching Materialities" gezeigt.

Seit April arbeiten die TaDA Residents Olaniyi R. Akindiya Akirash, Laura Deschl und Edit Oderbolz in der Ostschweiz mit den Partnerfirmen von TaDA. Nun stellen sie Resultate und Prozesse aus dieser Zusammenarbeit vor.

Begrüssung durch Giovanni Carmine, Direktor Kunst Halle Sankt Gallen, und Marianne Burki, Leiterin TaDA

Präsentationen der TaDA Residents:
– Olaniyi R. Akindiya Akirash, Künstler
– Laura Deschl, Sozialdesignerin und Kunstforscherin
– Edit Oderbolz, Künstlerin

In seinen performativen Aktivitäten erkundet Olaniyi R. Akindiya Akirash die Kontraste zwischen Stadt und Land und sondiert gesellschaftliche Traumata und wie diese subjektiv erlebt werden. Er untersucht die Rolle von Textilien in der afrikanischen Gesellschaft und den Handel mit Europa. Während seines Aufenthalts, einer Kooperation mit Pro Helvetia Johannesburg, schuf eine Reihe von Arbeiten in unterschiedlichsten Materialisierungen.

Laura Deschl experimentierte mit Stickerei, industrieller Weberei, Druck und 3D-Strukturen auf Textilien. Ihre Hauptinstallation "Inherited Feelings" steht im Zusammenhang mit ihrer Forschung über therapeutische Textilien. Sie hat einen Stoff entwickelt, der Hunderte von kleinen Massagekugeln enthält und so eine stimulierende Körpererfahrung ermöglicht.

Edit Oderbolz reflektiert unter anderem über die Rolle von Stoffen als Membran zwischen dem Öffentlichen und dem Privaten. Während des Aufenthalts arbeitete sie am Vorhang - einem wiederkehrenden Objekt in ihrer Arbeit - als textilem Element an der Schnittstelle zwischen Innen und Aussen.

Moderation: Marianne Burki, Leiterin TaDA
Koordination: Martina Lughi, Assistentin TaDA

Das Gespräch findet auf Deutsch und Englisch statt.

Anschliessend Apero

Die textile Produktion ist von einer ausgeprägten globalen Verknüpfung geprägt. Wie zeigt sich diese heute in der täglichen Arbeit und wie haben sich die Prozesse in den letzten Jahren verändert?

Diese Fragen werden diskutiert von:

– Olaniyi Rasheed Akindiya, Künstler, TaDA Resident
– Laura Deschl, Sozialdesignerin und Kunstforscherin, TaDA resident
– Edit Oderbolz, Künstlerin, TaDA resident
– Detlef Fischer, CEO Textilcolor AG, Sevelen
– Roman Wild, Kurator Wissenschafts- und Forschungprojekte Textilmuseum St.Gallen
– Marianne Burki, Leiterin TaDA, moderation

Koordination: Martina Lughi, Assistentin TaDA

Das Gespräch findet auf Englisch statt.

Edit Oderbolz und Markus Müller sprechen über die Wahrnehmung und Transformation von Raum und Material mit Marianne Burki (Kunsthistorikerin, Leiterin TaDA Textile and Design Alliance) und Isabel Zürcher (freie Kunsthistorikerin und Autorin Kunstbulletin); Begrüssung Patricia Bieder (SIK-ISEA). Im Anschluss Apéro

Im Rahmen der Villa Bleuler Gespräche befragen Kunstfachleute Schweizer Kunstschaffende zu ihrer künstlerischen Praxis. Anhand ausgewählter Werkbeispiele kommen gesellschaftliche, technische und wissenschaftliche Aspekte zur Sprache. Ausgangspunkt für die Veranstaltungsreihe ist die Grundlagenarbeit des SIKART Lexikons und des Schweizerischen Kunstarchivs sowie des Kunstbulletins. Die Veranstaltungsreihe wird von SIK-ISEA und dem Kunstbulletin organisiert und von der Zürcher Kantonalbank unterstützt.

Mehr Info: sik-isea.ch

Was bringt Ostschweizer Textilunternehmen dazu, Künstlerinnen und Designern aus aller Welt Zugang zu ihren Maschinen zu gewähren? Und was entsteht aus dieser Zusammenarbeit? An der zweiten TaDA Spinnerei werden wiederum Resultate und Prozesse aus der TaDA Residency 2021 präsentiert. Am anschliessenden Round-Table diskutieren Textilunternehmer und eine Marktforscherin über Trends und die textilen Produktion– und was die multidisziplinäre Arbeit damit zu tun hat.

TaDA Textile and Design Alliance ist ein Pilotprogramm der Kulturförderung der Kantone Appenzell Ausserrhoden, St.Gallen und Thurgau. Es will genau diese Begegnung und Zusammenarbeit von Kultur und Textilwirtschaft anstossen. Das Programm lädt über eine internationale Ausschreibung Kulturschaffende aller Sparten zu einem dreimonatigen Arbeitsaufenthalt ein und bringt sie mit den Ostschweizer Textilfirmen zusammen. Ziel ist, beiden Bereichen neue Möglichkeiten und Zugänge zu Kreativität und Produktion zu erschliessen.

Wichtig: Um an den Veranstaltungen teilnehmen zu können, müssen Sie ein gültiges Covid-Zertifikat vorlegen und sich hier anmelden.

PROGRAMM

14.00
Textildruckerei Arbon, Textilstrasse 2 [Sign up]

Einblicke in die Produktion TaDA mit den Residents Sonia Li, Benjamin Mengistu Navet, Tobias Kaspar, Andrea Winkler und Martin Schlegel, Textildruckerei
Moderation: Marianne Burki, Leiterin TaDA

14.45
Transfer ins Textilmuseum St.Gallen mit einem Saurer Nostalgiebus [Sign up]

15.45
Textilmuseum St.Gallen, Vadianstrasse 2 [Sign up]

Begrüssung: Martha Monstein, Trägerschaft TaDA und Marianne Burki, Leiterin TaDA Moderation: Meret Ernst, Designspezialistin
Präsentationen der Residents: Resultate und Prozesse TaDA
– Sonia Li
– Andrea Winkler
– Benjamin Mengistu Navet
– Tobias Kaspar

17.50
Round Table – Textile trends
Moderation: Meret Ernst

Keynote: Nina Burger, Senior Research Manager, GIM Suisse (Gesellschaft für innovative Markforschung); Peter Trinkl, CSO Saurer AG; René Rossi, Wissenschafter, Empa; Martin Leuthold, Textilgestalter

19.00
Performance von Selina Reiterer und Oliver Maklott, TaDA Residents 2020

Anschliessend apéro riche

Textilien erfüllen eine Vielzahl von Funktionen in fast allen Lebensbereichen. Sie können sich unterschiedlichsten Kontexten anpassen, sei es Architektur, Mode oder Medizin. Hightech-Materialien und traditionelle Spitzen werden auch heute gleichermassen produziert. Was sollten Textilien heute können? Und wie können sich Unternehmen in diesen Spannungsfeldern entwickeln?

Mit:
– Peter Trinkl, CSO Saurer AG
– Andrea Winkler, Künstlerin, TaDA Resident
– Sonia Li, Künstlerin, TaDA Resident
– Ilona Kos, Leitung Bereich Sammlung + Bibliothek, Kuratorin, Textilmuseum St.Gallen

Moderation: Marianne Burki, Leiterin TaDA
Koordination: Martina Lughi, Assistentin TaDA
©Fotografie: Sonia Li

Das Gespräch findet auf Englisch statt.


Biografien

Peter Trinkl ist Chief Strategy Officer und CIO der Saurer Gruppe und seit mehr als zehn Jahren in der Textilmaschinenindustrie tätig. Peter Trinkl ist gegenwärtig für die strategische Ausrichtung, die Unternehmensentwicklung sowie die Digitalisierung der Saurer Gruppe verantwortlich. Er verfügt über eine reiche Erfahrung sowohl in der Leitung von börsennotierten Unternehmen als auch von Start-ups und als Verwaltungsratsmitglied.

Andrea Winkler hat Visuelle Kommunikation in Hamburg und Fine Art Media in London studiert. Sie interessiert sich für raumgreifende Szenarien und ihre Werke bewegen sich zwischen Installation, Skulptur und Objet trouvé. In ihrer Arbeit spielen Stoffe, Oberflächen und Hüllen, insbesondere auch Kleidung immer wieder eine zentrale Rolle wie etwa in der Serie Kettenhemden (2017), in der High Performance Shirts von Metallketten »in Form ge-bracht«, bzw. gezerrt werden.

Sonia Li hat Interaction Design ITP/an der Tisch School of the Arts studiert. In ihren Installationen, Performances und sozialen Räumen, die oft die Natur zum Thema haben, verbindet sie taiwanesischen Wurzeln, buddhistische Lehren und Lebenserfahrung. Ihr Interesse an Textilien ist von einem interdisziplinären Ansatz geprägt, bei der sie mit Technologien arbeitet, die auf allen fünf Sinnen beruhen. Sie interessiert sich für interaktives Design und experimentelle Forschungsmaterialien.

Ilona Kos ist seit 2018 Kuratorin am Textilmuseum St.Gallen

ANMELDUNG
Vergessen Sie nicht, Ihr Covid-Zertifikat und Ihre Identitätskarte mitzubringen.
Veranstaltungsort: Textilmuseum St.Gallen, Vadianstrasse 2, 9000 St.Gallen
Information: info@tada-residency.ch

Termin (ICS)

Neue Materialien, innovative Produktionsprozesse, smarte Technologien – interessante Traditionen: In der Welt der Textilien gibt es ständig neue Entwicklungen. Manchmal sind es auch herkömmliche Materialien, die durch neue Herstellungsmethoden ungewöhnlich Formen und Möglichkeiten erhalten.

17.30 - 19.00

Diese Fragen werden diskutiert von:
– Domenica Tischhauser, Textiltechnikerin, Tisca Tischhauser AG
– René Rossi, Wissenschafter, Empa
– Benjamin Mengistu Navet, TaDA Resident
– Barbara Karl, Wissenschafts- und Forschungsprojekte, Textilmuseum St.Gallen

Moderation: Marianne Burki, Leiterin TaDA
Koordination: Martina Lughi, Assistant TaDA
©Fotografie: Benjamin Mengistu Navet

Das Gespräch findet auf Englisch statt.


Biografien

Barbara Karl hat in Wien und Innsbruck Kunstgeschichte studiert und ist seit 2017 am Textilmuseum in St.Gallen. Seit 2010 hat sie Ausstellungen im MAK und im Textilmuseum St.Gallen zu den Themen Modeaccessoires, zu höfischen chinesischen Textilien, zur englischen Arts & Crafts-Bewegung und zur Thematik der Spitzen kuratiert.

Benjamin Mengistu Navet hat Modedesign an der Hochschule für Visuelle Kunst La Cambre (Brüssel) studiert und sein Studium mit einem Master in Textildesign an der Königlichen Akademie für Schöne Künste (KASK) in Gent abgeschlossen. Basierend auf der Erforschung postkolonialer Praktiken auf dem Gebiet der Mode und der Textilien untersucht er derzeit seinen eigenen äthiopischen Hintergrund. Er entwickelt Muster und entwirft Kleidung; dabei kombiniert er traditionelle und industrielle Techniken miteinander.

René Rossi arbeitet als Forscher an der Empa, dem Schweizer Materialforschungsinstitut der Eidgenössischen Technischen Hochschule ETH. Sein Forschungsschwerpunkt sind intelligente Textilien, insbesondere faserbasierte Sensoren für Körpermonitoring und Hybridfasern zur kontrollierten Substanzabgabe.

Domenica Tischhauser, Dipl.Textiltechnikerin ist bei der Tisca Tischhauser AG mit Hauptsitz in Bühler verantwortlich für den Bereich Innovation und Entwicklung von hochwertigen Teppiche und Stoffe diverser Verfahrenstechniken für die Einsatzbereiche Living, Commercial, Mobility und Sports. Sie begleitet die leichtesten Lärmschluckende Akustik-Gardine bis hin zum schweren Kunstrasen, von der Idee bis zum fertigen Produkt.

ANMELDUNG
Bitte vergessen Sie nicht, Ihr Covid-Zertifikat und Ihre Identitätskarte mitzubringen.
Veranstaltungsort: Textilmuseum St.Gallen, Vadianstrasse 2, 9000 St.Gallen
Information: info@tada-residency.ch

Termin (ICS)

Siebdruck ist eine sehr alte Technik und nur noch wenige Firmen verschreiben sich dem Handsiebdruck. Welche Bedeutung hat das Handwerk in der aktuellen Textilproduktion, im Umfeld von High-Tech-Materialien und industriellen Herstellungsprozessen?

Teilnehmende:
– Martin Schlegel, Textildruckerei Arbon
– Tobias Kaspar, Künstler, TaDA Resident.
– Stefan Aschwanden, Direktor ad interim, Textilmuseum St. Gallen.

Moderation: Marianne Burki, Leiterin
Koordination: Martina Lughi, Assistentin TaDA.
©Fotografie: Ladina Bischof

Das Gespräch findet auf Deutsch statt.


Biografien

Martin Schlegel arbeitete nach einer kaufmännischen Lehre bei der Bischoff Textil AG für diverse Firmen im Textilbereich im In- und Ausland. Durch einen Zufall gelangte er an die TDS Textildruckerei Arbon GmbH und entschied sich im 2016 den Betrieb vor dem bevorstehenden Aus zu retten. Das Siebdruckhandwerk erlernte er durch den mittlerweile verstorbenen Mitarbeiter G. Wassertheuer.

Tobias Kaspar arbeitet im Bereich zeitgenössische Kunst mit einem starkem Interesse an Mode und Textilien und an Fragestellungen zum Verhältnis von Kunst und Künstler:innen in der Gesellschaft. In seinen Arbeiten befasst er sich unter anderem mit kulturellen Transferprozessen von Stilen und Moden und Identitäten, und der oft irrationalen Beziehung zwischen Mode und Markt. Er hat zahlreiche Einzelausstellungen realisiert, beispielsweise in der Kunsthalle Bern, der Kunsthalle Sao Paulo, den Cinecittà Studios Rom. In Zusammenarbeit mit der Kunsthalle Bern erschien 2020 im Verlag der Buchhandlung Franz und Walther König die Monografie „Independence“.

Stefan Aschwanden studierte Kulturgeschichte in Zürich, Museumswissenschaften in Basel und Betriebswirtschaft in St. Gallen. Der Historiker und Kulturmanager verbindet seine Leidenschaft für Kunst und Geschichte seit zwei Jahrzehnten mit Führungsaufgaben an der Schnittstelle von Kultur und Management. Stefan Aschwanden leitete Museen, kulturelle Institutionen und Projekte für die öffentliche Hand. Er entwickelte mehrere Museumskonzepte und kuratierte zahlreiche kunst- und kulturhistorische Ausstellungen. Seit dem Sommer 2020 ist er interimistischer Direktor des Textilmuseum. Er interessiert sich für textiles Design und für die textile Selbstinszenierung von Menschen.

ANMELDUNG
Bitte vergessen Sie nicht, Ihr Covid-Zertifikat und Ihre Identitätskarte mitzubringen.
Veranstaltungsort: Textilmuseum St.Gallen, Erdgeschoss, Vadianstrasse 2, 9000 St.Gallen
Information: info@tada-residency.ch

Termin (ICS)

Am Freitag, 4. Dezember 2020, findet von 10 – 17 Uhr die erste Spinnerei statt, das neben den Residencies zweite und öffentliche Format von TaDA. Es wird über die www.tada-residency.ch/livestream live gestreamt. Die TaDA Residents stellen hier erste Resultate ihres Arbeitsaufenthaltes vor, gefolgt von Diskussionen mit Expert*innen. Moderiert werden die Gespräche von Hochparterre-Redaktorin Meret Ernst und Marianne Burki, Programmleitung TaDA.

Was geschieht, wenn sich Kreative aus unterschiedlichen Disziplinen direkt mit Unternehmer*innen aus der Textilindustrie austauschen? Was, wenn sie deren Maschinen und Prozesse erproben? Und wie sind Innovation, Luxus und Nach- haltigkeit miteinander verknüpft?

Das neue Residency-Programm TaDA Textile and Design Alliance ist im September 2020 in der Ostschweiz gestartet. Während drei Monaten haben die fünf Residents aus unterschiedlichen Sparten – Stéphanie Baechler, Alexandra Hopf, Oliver Maklott, Selina Reiterer und Quang Vinh Nguyen – mit verschiedenen Firmen in der Ostschweiz gearbeitet. Am 4. Dezember gibt ein Online-Streaming vormittags Einblick in Prozesse und Projekte, die während der ersten TaDA Residency entstanden sind. Am Nachmittag diskutieren Expert*innen mit den Residents über «Innovation und Luxus», «Nachhaltige Produktion» und «Su zienz».

Residents 2020

– Stéphanie Baechler, Künstlerin und Textildesignerin, Fribourg
– Alexandra Hopf, Künstlerin, Berlin
– Oliver Maklott, Medienkünstler, Vorarlberg
– Selina Reiterer, Künstlerin und Textilentwerferin, Bregenz
– Quang Vinh Nguyen, Produktdesigner, Lausanne

In Zusammenarbeit mit den Partnerfirmen und -organisationen TaDA

– Brubo GmbH, Speicher
– Empa, St.Gallen
– Lobra AG, Thal
– Rigotex AG, Bütschwil
– Saurer AG, Arbon
– Schoeller Textil AG, Sevelen
– Sitterwerk, St.Gallen
– Textilcolor AG, Sevelen
– Textildruckerei GmbH, Arbon
– Textilmuseum, St.Gallen
– Tisca Tischhauser AG, Bühler

Externe Expert*innen

– David Abraham, Modedesigner, Abraham & Thakore, New Delhi
– Veronika Aumann, Professorin für Textildesign an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Stuttgart
– Nina Bachmann, Leiterin Technologie und Umwelt, Swiss Textiles
– Christophe Guberan, Produktdesigner; Lausanne
– Andreas Heydasch, Diplom-Volkswirt, EPEA Switzerland
– Joana Jorge, Project Manager Moda Lisboa
– Martin Leuthold, Textilgestalter, Präsident Kuratorium TaDA, Ostschweiz
– Christine Weder, Assistenzprofessorin für Neuere Deutsche Literatur, Universität Genf

Vexer Verlag im Atelier von Josef Felix Müller: Vorträge, Premieren, Büchertisch, Editionen, Musik und Kunst. Alexandra Hopf, Künstlerin aus Berlin und TaDA Resident 2020, spricht über ihr Buchkonzept. Mit dabei sind alle TaDA Residents 2020 und das TaDA Team.

Volles Programm auf:
www.vexer.ch

Termin (ICS)